Kann Kraftsport Schwangeren schaden?

Kann Kraftsport Schwangeren schaden

Die Frage lässt sich ganz einfach mit „nein“ beantworten. Kraftsport schadet nicht in der Schwangerschaft. Du solltest dein Kraftsportprogramm lediglich ab Beginn Deiner Schwangerschaft herunterschrauben. Dein Körper verändert sich immerhin den nächsten neun Monaten, das muss Dir bewusst sein. So manche Übung, die dir zuvor leicht von der Hand ging, kannst Du unter Umständen jetzt nicht mehr bewältigen. Du schadest Deinem Ungeborenen jedoch auf keinen Fall, wenn Du weiterhin Krafttraining absolvierst. Falls Du vor der Schwangerschaft aber jeden Tag im Fitnessclub, wirst Du Dich nun mit weniger zufrieden geben müssen. Aufgrund der Gewichtszunahme und der Anpassung des Glukosestoffwechsels wirst Du Dein voriges Pensum nicht halten können.

Des Weiteren werden wegen Deines erhöhten Gewichts alle Gelenke mehr belastet. Wenn du Dich mit moderatem Krafttraining begnügst, kannst Du nicht nur Deine Muskulatur stärken, sondern es trägt nebenbei auch zur Stabilisierung Deiner Gelenke bei. Du solltest dabei drauf achten, mehr Kraftübungen zu wählen, die zur Stärkung Deiner autochtonen Rückenmuskulatur beitragen. Fast 50% der schwangerschaftsbedingten Rückenschmerzen kommen von der Uterusvergrößerung, welche die Verlagerung des Körperschwerpunktes bedingt und so die Gefahr für ein Hohlkreuz im Lendenwirbelsäulenbereich birgt. Des Weiteren ist es wichtig, dass du deine Unterschenkelmuskulatur stärkst, damit Du nicht Gefahr läuft mit dem Sprunggelenks umzuknicken. Verursacht wird dies durch die Östrogen- und Relaxinaus-schüttung, welche für eine abnehmende Bänderfestigkeit verantwortlich ist.

Das beste Training sind statisch stehende bzw. sitzende Übungen mit 15-20 Wiederholungen. Wichtig ist daneben auch das Bauch- sowie Beckenbodentraining – beide unterstützen die Austreibungsphase. Ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel ist es besser, auf Übungen in längerer Rückenlage zu verzichten, da der Blutfluss in der unteren Hohlvene durch die Anstrengung sowie das Gewicht der Gebärmutter beeinträchtigt werden kann. Du solltest vor allem auf Pressatmung verzichten, damit kein erhöhter Druck in der Bauchhöhle entsteht. Bevor Du jedoch weiterhin Krafttraining betreibst, ist es wichtig Deinen Frauenarzt aufzusuchen, dich mit ihm zu besprechen und einen individuellen Trainingsplan zu erstellen.

 

5 Comments

  1. Peter Retep 25. Dezember 2015
  2. Sasuke Kazama 25. Dezember 2015
  3. Mattie Dellinger 19. Dezember 2015
  4. Dirk Schneider 19. Dezember 2015
  5. Angelika Frei 18. Dezember 2015